Villars-sous-êcot 01.05.2020

Anfangs Mai fand das erste Supermoto Rennen der Saison in
Villars-sous-êcot (Frankreich) statt.

Die Strecke hat eine sehr spezielle Charakteristik und
gleicht aufgrund des ständigen Auf und Ab einer Achterbahn. Zudem ist sie durch
den langen Offroad interessant zu fahren.

Im Zeittraining am Samstag konnte ich mir den 6. Platz
sichern, wodurch ich im Quali Rennen von der zweiten Reihe aus startete. Die
Platzierung im

 Quali Rennen bestimmt den Startplatz für die zwei Rennen am
Sonntag, Meisterschaftspunkte werden in diesem Rennen nicht verteilt. 

Mein Ziel war es, mir im Quali Rennen einen Startplatz in
der ersten Reihe zu sichern, wofür ich mindestens als vierter die Ziellinie
überqueren musste. Beim Start konnte ich einen Platz gutmachen und versuchte
sogleich, mich weiter nach vorne zu arbeiten. Jedoch musste ich bald zum
Vordermann abreissen lassen, brachte aber den 5. Platz ins Ziel und erreichte
dann aufgr

und einer 15 Sekunden Strafe des Zweitplatzierten doch noch

haarscharf die erste Startreihe (P4). Insgesamt war es ein erfolgreicher
Samstag und ich war zufrieden mit der Ausgangslage für die Rennen am Sonntag.

In der Nacht auf Sonntag gab es einige Schauer und die
Strecke präsentierte sich früh am Morgen noch nass. Im ersten Rennen hatte sie
sich jedoch soweit abgetrocknet, dass Slicks die richtige Wahl waren. Das erste
Rennen startete denkbar schlecht, als mir ca. 1 Sekunde vor dem Startsignal die
Starthilfe versagte und dadurch die Gabel nicht mehr komprimiert war. Das hat
mich ziemlich aus der Fassung gebracht und ich habe am Start vier Plätze
verloren. Im Laufe des Rennens konnte ich jedoch Zeit auf meine Konkurrenten
gut machen un

d zwei Runden vor Schluss zwei saubere Überholmanöver fahren, was
mir den 6. Rang einbrachte. Die Aufholjagd war stark, jedoch war ich absolut
unzufrieden mit dem Start und den ersten Runden.

Für das zweite Rennen habe ich mir vorgenommen einen guten
Start hinzulegen und als erster in die Kurve einzubiegen. Der Start war
tatsächlich sehr gut und ich konnte mir vor der ersten Kurve den zweiten Platz
sichern. Danach versuchte ich meinem Vordermann so gut es geht zu folgen. Im
Laufe des Rennens musste ich abreissen lassen, konnte jedoch viel bessere
Zeiten als im ersten Rennen fahren. Um den 2. Platz habe ich das ganze Rennen
hart gekämpft, leider habe ich diesen gegen Ende des Rennens noch an einen Mitstreiter verloren. Am Ende hiess es P3!

Damit war ich mehr als zufrieden, denn in der Endabrechnung
bedeutete dies für mich den 3. Tagesrang. Es war keineswegs selbstverständlich,
dass ich nach meiner Schulterverletzung gleich im ersten Rennen konkurrenzfähig
bin. Ich habe härter gekämpft denn je und einen verdienten 3. Platz
eingefahren. Was für ein Wochenende!